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Wärmepumpe im Bestand

Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus effizient arbeitet, hängt vor allem von Heizflächen, Vorlauftemperatur und Wärmebedarf ab – nicht vom Baujahr allein.

Inhalt geprüft am · enthält zeitabhängige Angaben

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist im Bestand die häufigste Lösung.
  • Bis etwa 55 °C Vorlauftemperatur an kalten Tagen ist ein effizienter Betrieb meist gut möglich.
  • Der Strombedarf ergibt sich aus Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl – realistisch sind im Bestand etwa 2,7 bis 4.
  • Seit 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz; die pauschale 65-%-Vorgabe für neue Heizungen ist entfallen.

Ist mein Haus geeignet?

Die wichtigste Frage ist, mit welcher Vorlauftemperatur Ihre Räume an kalten Tagen warm werden. Fußbodenheizungen sind ideal, aber viele Häuser mit Heizkörpern eignen sich ebenfalls – oft nach dem Tausch einzelner, zu kleiner Heizkörper und einem hydraulischen Abgleich.

Weiterlesen: Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau? und Wärmepumpe mit Heizkörpern.

Die richtige Größe

Die Heizleistung wird über eine raumweise Heizlastberechnung ermittelt. Eine zu große Wärmepumpe arbeitet ineffizient und ist teurer. Eine erste Orientierung liefert der bisherige Verbrauch – siehe Heizölverbrauch in Wärmebedarf umrechnen und Welche Wärmepumpengröße benötige ich?

Kosten und Förderung

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Einbau als grobe Orientierung 24.000 bis 42.000 € vor Förderung – abhängig von Leistung, Aufstellort und nötigen Anpassungen. Die KfW fördert den Heizungstausch mit 30 % Grundförderung und möglichen Boni auf förderfähige Kosten von bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit (Stand 21.07.2026).

Details: Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen?

Kombination mit Photovoltaik

Eine PV-Anlage kann einen Teil des Wärmepumpenstroms liefern – vor allem in der Übergangszeit und für Warmwasser im Sommer. Realistisch sind im Jahresmittel etwa 15 bis 30 %. Mehr dazu: Photovoltaik und Wärmepumpe sinnvoll kombinieren.

So rechnet der Eigenheim-Check

Aus Ihrem Verbrauch (z. B. Liter Heizöl × 10 kWh × angenommener Wirkungsgrad) oder – falls unbekannt – aus typischen Kennwerten für Baujahr und Sanierungsstand ermitteln wir den Wärmebedarf. Den Strombedarf zeigen wir in drei Szenarien (konservativ, realistisch, günstig) mit Jahresarbeitszahlen je nach Vorlauftemperatur. Die grobe Heizlast ist ausdrücklich nur eine Orientierung; die endgültige Auslegung muss auf Grundlage einer fachgerechten Heizlastberechnung erfolgen.

Alle Berechnungsgrundlagen

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus?

Häufig 3.000 bis 7.000 kWh pro Jahr. Entscheidend sind Wärmebedarf und Effizienz. Beispiel: 18.000 kWh Wärmebedarf bei einer Jahresarbeitszahl von 3,2 ergeben rund 5.600 kWh Strom.

Ist eine Wärmepumpe laut?

Moderne Außengeräte sind deutlich leiser als frühere Modelle. Wichtig sind ein geeigneter Aufstellort und die Einhaltung der Lärmschutzvorgaben gegenüber Nachbargrundstücken.

Muss ich meine Öl- oder Gasheizung ersetzen?

Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (in Kraft seit 29.07.2026) gibt es keine pauschale Pflicht, funktionierende Heizungen zu ersetzen, und keine einheitliche 65-%-Vorgabe mehr. Vorgesehen ist aber eine schrittweise Beimischung biogener Brennstoffe ab 2029 und Klimaneutralität bis 2045.

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